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Aktuelle Dieselpreise und Benzinpreise von Tankstellen in ganz Deutschland.
Prognose & Analyse der Benzinpreisentwicklung
für den 09.04.2026
benzinpreis.de Prognose, ausgegeben am Donnerstag, dem 09.04. um 17:40 Uhr Die Gesamtlage zeigt eine fallende bis stabile Tendenz: Der Donnerstag bietet den günstigsten Zeitpunkt zum Tanken, während sich die Preise zum Wochenende hin auf niedrigem Niveau stabilisieren dürften. Donnerstag, 9. April 2026: Die Tendenz ist deutlich fallend. Der Donnerstag ist statistisch der günstigste Wochentag, was für Preissenkungen sorgt. Gleichzeitig wirkt die ungewöhnlich hohe Marge der Mineralölkonzerne als Senkungsdruck. Der jüngste Ölpreisanstieg von gut 2 Prozent bremst diesen Effekt allerdings leicht ab. Freitag, 10. April 2026: Die Tendenz ist stabil. Der Freitag gehört zu den teureren Wochentagen, wodurch der preissenkende Margendruck weitgehend kompensiert wird. Mit dem Ferienende in mehreren Bundesländern ist zudem erhöhter Rückreiseverkehr zu erwarten. Samstag, 11. April 2026: Die Tendenz bleibt stabil. Der Samstag ist typischerweise der teuerste Tag der Woche. Dieser Effekt wird jedoch durch die weiterhin hohe Branchenmarge und das fallende kurzfristige Momentum ausgeglichen. Sonntag, 12. April 2026: Die Tendenz ist stabil mit leichter Abwärtsneigung. Das Wochentagsmuster zeigt noch einen moderaten Preisaufschlag, doch die strukturellen Faktoren wie hohe Marge und negatives Momentum wirken dämpfend. Im Prognosezeitraum spielen Ferienzeiten und deren Ende eine wichtige Rolle. Am 9. April 2026 befinden sich etwa 50 Prozent der Bevölkerung in Ferienzeit, während für 18 Prozent das Ferienende ansteht. Am 10. April 2026 betrifft die Ferienzeit noch 37 Prozent, das Ferienende gilt für 27 Prozent. Am 11. April 2026 sind ebenfalls 37 Prozent in Ferienzeit, für 31 Prozent enden die Ferien. Am 12. April 2026 sinkt die Ferienquote deutlich auf nur noch 10 Prozent. Dieses sukzessive Auslaufen der Osterferien in mehreren Bundesländern bringt typischerweise erhöhte Nachfrage durch Rückreiseverkehr mit sich, was normalerweise leicht preistreibend wirkt. Dieser Effekt fällt jedoch moderat aus und wird durch andere Faktoren weitgehend kompensiert. Die Rohüberschussanalyse liefert das derzeit stärkste Signal im Prognosemodell. Der aktuelle Rohüberschuss liegt bei 49,7 Cent pro Liter und damit 12,2 Cent über dem Vier-Wochen-Durchschnitt von 37,5 Cent. Dieser Wert überschreitet auch das 80. Perzentil der Jahresverteilung von 40,4 Cent deutlich. Bei Super beträgt die Margenabweichung plus 12,2 Cent, bei Diesel sogar plus 23,2 Cent und bei E10 plus 12,1 Cent. Diese historisch hohe Gewinnspanne der Mineralölkonzerne erzeugt einen strukturellen Senkungsdruck: Erfahrungsgemäß korrigieren sich solche überhöhten Margen innerhalb von etwa 14 Tagen nach unten. Dieser Faktor zieht den Gesamtscore an allen vier Prognosetagen deutlich ins Negative. Das Ölpreis-Modell berücksichtigt den jüngsten Anstieg von 2,3 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Da Preiserhöhungen am Rohölmarkt asymmetrisch schneller an die Zapfsäule weitergegeben werden als Senkungen, ist ein Teil dieses Anstiegs bereits in den aktuellen Preisen enthalten. Die noch ausstehende Weitergabe beträgt am Donnerstag etwa 0,9 Prozent und nimmt bis Sonntag auf 0,4 Prozent ab. Das Sieben-Tage-Momentum ist mit minus 1,4 Cent pro Tag deutlich negativ, was auf einen kurzfristigen Abwärtstrend hindeutet. Der längerfristige 28-Tage-Makrotrend zeigt hingegen mit plus 0,6 Cent pro Tag nach oben, was die mittelfristige Marktdynamik widerspiegelt. Diese gegenläufigen Signale neutralisieren sich teilweise. Die Komplexität dieses Berechnungsmodells ergibt sich aus dem Zusammenspiel von sieben verschiedenen Einflussfaktoren, die jeweils unterschiedliche Zeithorizonte und Wirkungsmechanismen abbilden. Das Wochentagsmuster basiert auf über 13 Jahren Preisdaten mit exponentieller Gewichtung, wobei jüngere Beobachtungen stärker einfließen. Die Ölpreis-Komponente modelliert die empirisch nachgewiesene Asymmetrie, dass Tankstellen Rohölanstiege schneller weitergeben als Senkungen. Die Kalendereffekte werden bevölkerungsgewichtet über alle 16 Bundesländer aggregiert und berücksichtigen Feiertage, Ferienzeiten, Brückentage sowie deren Vor- und Folgetage. Die Rohüberschussanalyse vergleicht die aktuelle Branchenmarge mit historischen Verteilungen und identifiziert Normalisierungspotenzial. Momentum und Makrotrend erfassen kurz- und mittelfristige Preisdynamiken. All diese Faktoren werden zu einem Gesamtscore verdichtet, der Werte zwischen minus drei und plus drei annehmen kann, wobei die Tendenz-Schwellen empirisch kalibriert wurden. Die Volatilitätsprüfung stellt sicher, dass die Prognose bei ungewöhnlich starken Marktschwankungen gedämpft wird, was im aktuellen Zeitraum jedoch nicht erforderlich ist.