Alle Benzinpreise in
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aktuell und schnell
Aktuelle Dieselpreise und Benzinpreise von Tankstellen in ganz Deutschland.
Prognose & Analyse der Benzinpreisentwicklung
für den 29.04.2026
benzinpreis.de Prognose, ausgegeben am Mittwoch, dem 29.04. um 11:18 Uhr Die Spritpreise stehen vor einem historischen Einschnitt: Ab dem 1. Mai 2026 sinken die staatlichen Abgaben gesetzlich um rund 16,7 Cent pro Liter brutto, doch Autofahrer sollten nicht erwarten, dass dieser Betrag sofort vollständig an der Zapfsäule ankommt. Heute, Mittwoch, 29. April 2026: Die Preise bleiben voraussichtlich stabil. Der Mittwoch ist statistisch ein eher günstiger Tanktag, gleichzeitig wirkt ein leichter Ölpreisanstieg von etwa einem Prozent in den letzten 24 Stunden entgegen. Der fallende 28-Tage-Makrotrend dämpft zusätzlich mögliche Aufschläge. Wer tanken muss, kann dies heute ohne größere Bedenken tun. Donnerstag, 30. April 2026: Die Tendenz zeigt leicht fallend. Der Donnerstag ist historisch der günstigste Wochentag, was sich auch diesmal bemerkbar machen dürfte. Da am Folgetag der Feiertag 1. Mai ansteht, könnte die Nachfrage gegen Abend anziehen. Dennoch ist mit insgesamt etwas niedrigeren Preisen als heute zu rechnen. Freitag, 1. Mai 2026: Für ganz Deutschland ist Feiertag. An diesem Tag tritt die gesetzliche Senkung der staatlichen Abgaben in Kraft. Die Mineralölsteuer sinkt um 14,0 Cent pro Liter netto, was 16,7 Cent pro Liter brutto entspricht. Erfahrungsgemäß geben Tankstellen Preissenkungen jedoch nur verzögert und unvollständig weiter. Dieses Phänomen ist als Rockets-and-Feathers-Effekt bekannt: Preiserhöhungen werden sofort weitergegeben, Senkungen dagegen langsam und oft nur teilweise. Für den ersten Tag wird erwartet, dass etwa 50 Prozent der Senkung bei den Kunden ankommen, also effektiv rund 8,4 Cent pro Liter brutto. Der Feiertag selbst wirkt normalerweise leicht preistreibend durch erhöhten Ausflugs- und Reiseverkehr, doch die Steuersenkung überwiegt deutlich. Samstag, 2. Mai 2026: Die Preise sollten weiter leicht fallen. Am zweiten Tag nach der Abgabensenkung wird erwartet, dass bereits etwa 85 Prozent der gesetzlichen Entlastung an die Verbraucher weitergegeben werden, also effektiv rund 14,2 Cent pro Liter brutto. Der Samstag ist zwar statistisch ein etwas teurerer Wochentag, doch dieser Effekt wird von der Steuersenkung klar überlagert. Zum Feiertag am 1. Mai 2026: Der Tag der Arbeit ist in allen 16 Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. Typischerweise führen Feiertage zu erhöhter Nachfrage durch Ausflüge und Kurzreisen, was die Preise um durchschnittlich 0,3 Cent pro Liter anhebt. In diesem Jahr fällt dieser Effekt jedoch kaum ins Gewicht, da er von der deutlich spürbaren Steuersenkung überlagert wird. Die aktuelle Marktlage zeigt interessante Spannungen. Die Rohüberschussanalyse, also die Berechnung dessen, was den Mineralölkonzernen nach Abzug von Rohölkosten und staatlichen Abgaben vom Verkaufspreis verbleibt, signalisiert derzeit eine niedrige Marge. Der aktuelle Rohüberschuss liegt bei etwa 40,1 Cent pro Liter und damit rund 1,2 Cent unter dem Vier-Wochen-Durchschnitt. Besonders beim Diesel ist die Marge mit 59,2 Cent pro Liter deutlich unter dem üblichen Niveau von 66,6 Cent. Unter normalen Umständen würde dies auf bevorstehende Preiserhöhungen hindeuten, da die Konzerne ihre Margen wieder normalisieren wollen. Die ab dem 1. Mai greifende Steuersenkung bietet den Anbietern allerdings die Gelegenheit, einen Teil der Entlastung zunächst einzubehalten und so ihre Margen wieder aufzubauen, bevor sie den vollen Betrag weitergeben. Der Rohölpreis liegt aktuell bei etwa 58,5 Cent pro Liter und ist in den letzten 24 Stunden um rund ein Prozent gestiegen. Diese Entwicklung wird erfahrungsgemäß schnell an die Zapfsäule weitergegeben, wirkt sich aber angesichts der Steuersenkung nur geringfügig aus. Der 28-Tage-Makrotrend zeigt einen fallenden Preisverlauf mit durchschnittlich minus 0,1 Cent pro Tag, was ebenfalls für eher stabile bis sinkende Preise spricht. Ein wichtiger Hinweis zur Volatilität: Der Markt befindet sich derzeit in einer Phase erhöhter Schwankungen. Die durchschnittliche Tagesspanne der letzten sieben Tage liegt bei 13,1 Cent pro Liter und damit deutlich über dem üblichen Niveau von etwa 10,8 Cent. Dies macht Prognosen grundsätzlich unsicherer, weshalb das Berechnungsmodell die Vorhersagen entsprechend dämpft. Das hier verwendete Berechnungsmodell vereint zahlreiche Einflussfaktoren in einem komplexen Gesamtsystem. Grundlage ist eine exponentiell gewichtete Wochentagsanalyse, die auf 13 Jahren Preisdaten basiert und neuere Beobachtungen stärker berücksichtigt. Der Ölpreistrend wird asymmetrisch modelliert, da Preisanstiege erfahrungsgemäß innerhalb von drei Tagen vollständig weitergegeben werden, während Senkungen im Schnitt fast fünf Tage benötigen. Kalendereffekte wie Feiertage, Ferien und Brückentage werden für alle 16 Bundesländer bevölkerungsgewichtet einbezogen. Die Rohüberschussanalyse vergleicht die aktuelle Marge der Mineralölkonzerne mit historischen Werten und erkennt so Normalisierungsdruck in beide Richtungen. Gesetzliche Steueränderungen werden als eigenständiger Faktor berücksichtigt, da sie anders als alle anderen Einflüsse keine statistische Wahrscheinlichkeit, sondern eine gesicherte Pflichtänderung darstellen. Die Kombination all dieser Faktoren zu einem Gesamtscore ermöglicht fundierte Tagesprognosen, wobei die erhöhte Marktvolatilität aktuell eine zusätzliche Unsicherheitskomponente darstellt.