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Aktuelle Dieselpreise und Benzinpreise von Tankstellen in ganz Deutschland.
Prognose & Analyse der Benzinpreisentwicklung
für den 08.04.2026
benzinpreis.de Prognose, ausgegeben am Mittwoch, dem 08.04. um 09:15 Uhr Gesamtlage: Ein massiver Ölpreiseinbruch von über 15 Prozent innerhalb von 24 Stunden trifft auf historisch hohe Gewinnmargen der Mineralölkonzerne, wodurch in den kommenden Tagen leicht sinkende Spritpreise wahrscheinlich sind. Mittwoch, 8. April 2026: Die Preise bleiben voraussichtlich stabil. Der extreme Ölpreisrückgang beginnt sich erst langsam an den Zapfsäulen bemerkbar zu machen, während das kurzfristige Aufwärtsmomentum der vergangenen Woche noch nachwirkt. Donnerstag, 9. April 2026: Die Tendenz zeigt leicht nach unten. Der Ölpreiseffekt verstärkt sich, da nun bereits etwa ein Drittel der Senkung eingepreist sein dürfte. Der typische Wochenzyklus, der Donnerstag normalerweise als günstigen Tanktag ausweist, ist wegen des Extremereignisses am Ölmarkt vorübergehend außer Kraft gesetzt. Freitag, 10. April 2026: Die Preise dürften weiterhin leicht fallen. Knapp die Hälfte des Ölpreisrückgangs sollte nun an die Verbraucher weitergegeben sein. Samstag, 11. April 2026: Auch am Wochenende bleibt die Tendenz leicht fallend. Der Ölpreiseffekt setzt sich fort, obwohl Samstage traditionell eher zu den teureren Tanktagen zählen. Im Prognosezeitraum befinden sich große Teile Deutschlands in den Osterferien. Am Mittwoch, 8. April 2026, haben rund 88 Prozent der Bevölkerung Ferienzeit, wobei für etwa 6 Prozent der Ferienanfang ist, beispielsweise in Brandenburg und Thüringen. Gleichzeitig enden für rund 51 Prozent die Ferien, unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. In den Folgetagen nimmt der Ferienanteil sukzessive ab: Am Donnerstag sind noch etwa 50 Prozent in den Ferien, am Freitag und Samstag jeweils rund 37 Prozent. Im gesamten Zeitraum enden in verschiedenen Bundesländern gestaffelt die Ferien, was typischerweise Rückreiseverkehr bedeutet. Dieser Effekt führt erfahrungsgemäß zu leicht erhöhter Tankstellennachfrage und könnte die Preise geringfügig stützen. Im aktuellen Fall wird dieser Kalendereffekt jedoch vom dominanten Ölpreistrend überlagert. Die Rohüberschussanalyse zeigt ein deutliches Signal: Die aktuelle Marge der Mineralölkonzerne liegt bei Super E5 bei etwa 45,7 Cent pro Liter und damit 8,6 Cent über dem Vier-Wochen-Durchschnitt von 37,1 Cent. Noch ausgeprägter ist die Situation bei Diesel mit einer Marge von rund 79,3 Cent, was etwa 20,6 Cent über dem Mittelwert liegt. Beide Werte überschreiten das 80. Perzentil der Jahresverteilung deutlich. Diese historisch hohen Margen entstehen, weil der jüngste Ölpreiseinbruch noch nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben wurde. Erfahrungsgemäß führt ein solcher Margendruck zu Preiskorrekturen nach unten innerhalb von etwa 14 Tagen. Das Modell berücksichtigt dabei die bekannte Asymmetrie der Preisanpassung: Während steigende Rohölpreise mit einer Halbwertszeit von etwa 3 Tagen rasch weitergegeben werden, dauert die Weitergabe von Senkungen mit einer Halbwertszeit von knapp 5 Tagen deutlich länger. Bis 90 Prozent eines Ölpreisrückgangs an den Tankstellen ankommen, vergehen typischerweise über 11 Tage. Das Prognosemodell kombiniert mehrere Faktoren, deren Gewichtung sich je nach Marktlage dynamisch anpasst. Der Wochentagseffekt basiert auf einem exponentiell gewichteten Muster aus 13 Jahren Preisdaten, wobei jüngere Beobachtungen stärker einfließen. Bei extremen Ölpreisbewegungen, wie dem aktuellen Einbruch von über 15 Prozent, wird dieser Wochentagseffekt automatisch gedämpft, da er in solchen Situationen von der Rohstoffdynamik überlagert wird. Hinzu kommen das 7-Tage-Momentum, das kurzfristige Trends erfasst, sowie ein 28-Tage-Makrotrend für mittelfristige Marktbewegungen. Die Kalendereffekte werden bevölkerungsgewichtet über alle 16 Bundesländer berechnet und berücksichtigen nicht nur Feiertage und Ferienzeiten, sondern auch An- und Abreisetage sowie Brückentage. Die Schwierigkeit liegt darin, dass diese Faktoren sich gegenseitig verstärken oder aufheben können und ihre Bedeutung je nach Gesamtlage variiert. So würde der eigentlich preistreibende Samstagseffekt in einer normalen Woche deutlicher ausfallen, wird aber aktuell durch den massiven Ölpreisrückgang und die hohen Margen neutralisiert.