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Aktuelle Dieselpreise und Benzinpreise von Tankstellen in ganz Deutschland.
Prognose & Analyse der Benzinpreisentwicklung
für den 24.04.2026
benzinpreis.de Prognose, ausgegeben am Freitag, dem 24.04. um 09:15 Uhr Die Spritpreise befinden sich derzeit in einer Übergangsphase mit gegenläufigen Kräften: Der Rohölpreis ist innerhalb von 24 Stunden um gut 3 Prozent gestiegen, gleichzeitig wirkt ein fallender Makrotrend der letzten vier Wochen bremsend auf weitere Preiserhöhungen. Freitag, 24. April 2026: Die Preise dürften sich weitgehend stabil halten. Der Freitag ist historisch ein eher günstiger Tanktag, was den Aufwärtsdruck durch den gestiegenen Ölpreis teilweise kompensiert. Die Wahrscheinlichkeit steigender Preise liegt bei etwa 41 Prozent. Samstag, 25. April 2026: Auch am Samstag ist mit stabilen Preisen zu rechnen. Der Wochentagseffekt zeigt zwar leicht nach oben, der übergeordnete Abwärtstrend dämpft dieses Signal jedoch spürbar ab. Sonntag, 26. April 2026: Die Tendenz bleibt stabil. Der Ölpreisanstieg vom Wochenanfang ist bis dahin größtenteils an den Zapfsäulen angekommen, weitere Impulse fehlen. Montag, 27. April 2026: Zum Wochenbeginn könnte sich ein leichter Aufwärtsdruck bemerkbar machen. Montage sind traditionell eher teurere Tanktage. Der Score deutet dennoch noch auf insgesamt stabile Verhältnisse hin. Im gesamten Prognosezeitraum sind keine Feiertage, Ferienzeiten oder Brückentage zu verzeichnen. Kalendereffekte spielen daher keine besondere Rolle. Zur Situation und den Bewertungsansätzen lässt sich Folgendes festhalten: Der Rohölpreis in Euro pro Liter liegt aktuell bei etwa 0,57 Euro und ist innerhalb von 48 Stunden um rund 3,6 Prozent gestiegen. Solche Anstiege werden erfahrungsgemäß schnell an die Verbraucher weitergegeben, während Preissenkungen deutlich langsamer durchgereicht werden. Diese Asymmetrie ist als Rockets-and-Feathers-Effekt bekannt. Die Rohüberschussanalyse zeigt ein differenziertes Bild. Der Rohüberschuss beschreibt die Differenz zwischen dem Netto-Verkaufspreis und den Kosten für Rohöl sowie den staatlichen Fixabgaben. Für Super liegt diese Marge aktuell bei etwa 40,9 Cent pro Liter und damit nur minimal unter dem Vierwochenmittel von 41,1 Cent. Bei Diesel ist die Lage anders: Hier beträgt die aktuelle Marge rund 58,7 Cent pro Liter, während das Vierwochenmittel bei etwa 66,8 Cent liegt. Die Dieselmarge ist damit um gut 8 Cent unter dem üblichen Niveau und befindet sich nahe am unteren Rand der historischen Verteilung. Das signalisiert, dass bei Diesel kurzfristig mit Preiserhöhungen zu rechnen ist, da die Mineralölkonzerne ihre Margen wieder auf ein wirtschaftliches Niveau bringen werden. Das kurzfristige Siebentage-Momentum zeigt mit etwa 0,3 Cent pro Tag nach oben, während der längerfristige Achtundzwanzigtage-Makrotrend mit minus 0,4 Cent pro Tag deutlich abwärts gerichtet ist. Diese gegenläufige Bewegung führt dazu, dass sich die verschiedenen Preissignale weitgehend neutralisieren. Zusätzlich befindet sich der Markt aktuell in einer Phase erhöhter Volatilität. Die durchschnittliche Tagesspanne der letzten sieben Tage betrug gut 11 Cent pro Liter und liegt damit über dem typischen Schwankungsbereich. In solchen Umbruchphasen sind Prognosen grundsätzlich mit größerer Unsicherheit behaftet, weshalb die errechneten Werte entsprechend gedämpft werden. Die Komplexität dieses Berechnungsmodells ergibt sich aus dem Zusammenspiel zahlreicher Faktoren, die jeweils unterschiedliche Zeithorizonte und Wirkungsmechanismen haben. Die Wochentagsmuster basieren auf einer exponentiell gewichteten Auswertung von dreizehn Jahren Preisdaten, wobei aktuellere Beobachtungen stärker gewichtet werden als weit zurückliegende. Der Ölpreiseinfluss wird asymmetrisch modelliert, da empirisch nachgewiesen ist, dass Preisanstiege binnen weniger Tage weitergegeben werden, während Senkungen deutlich länger brauchen. Die Rohüberschussanalyse erfordert tagesgenaue historische Daten zu Energiesteuer, CO₂-Abgabe und EBV-Beitrag, um die tatsächliche Gewinnmarge der Mineralölkonzerne zu ermitteln. Hinzu kommen Kalendereffekte, die populationsgewichtet über alle sechzehn Bundesländer berechnet werden, sowie Volatilitätsmessungen zur Einschätzung der Prognosesicherheit. All diese Komponenten fließen in einen Gesamtscore ein, der anschließend anhand historischer Backtests in kalibrierte Wahrscheinlichkeiten übersetzt wird. Die Herausforderung besteht darin, kurzfristige Marktimpulse von längerfristigen Trends zu unterscheiden und dabei die gegenseitige Beeinflussung der verschiedenen Faktoren angemessen zu berücksichtigen.