Alle Benzinpreise in
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aktuell und schnell
Aktuelle Dieselpreise und Benzinpreise von Tankstellen in ganz Deutschland.
Prognose & Analyse der Benzinpreisentwicklung
für den 01.04.2026
benzinpreis.de Prognose, ausgegeben am Mittwoch, dem 01.04. um 17:40 Uhr Die Osterferienzeit trifft auf einen stark gefallenen Ölpreis, doch das kurzfristige Aufwärtsmomentum und überdurchschnittlich hohe Konzernmargen halten die Preise vorerst stabil bis leicht steigend. Mittwoch, 1. April 2026: Die Tendenz ist leicht steigend. Der massive Ölpreisrückgang von 7,7 Prozent binnen 24 Stunden wirkt sich erst verzögert aus, etwa 19 Prozent sind bisher eingepreist. Das 7-Tage-Momentum zeigt weiterhin nach oben mit rund 1,5 Cent pro Tag. Für 85 Prozent der Bevölkerung laufen bereits Schulferien. Donnerstag, 2. April 2026: Die Tendenz ist stabil. Der Wochentag selbst wirkt tendenziell preisdämpfend. Der Ölpreisrückgang ist nun zu etwa 34 Prozent in den Tankstellenpreisen angekommen. Morgen ist Karfreitag, was heute zu einem klassischen Vortag-Feiertag-Effekt führt, der typischerweise leicht preissenkend wirkt. Freitag, 3. April 2026: Die Tendenz ist leicht steigend. Am Karfreitag ist in ganz Deutschland Feiertag. Erfahrungsgemäß liegen die Preise an Feiertagen etwa 0,2 Cent höher als an normalen Werktagen. Für 87 Prozent der Bevölkerung ist Ferienzeit. Der Ölpreisrückgang zeigt mittlerweile zu 46 Prozent Wirkung an den Zapfsäulen. Samstag, 4. April 2026: Die Tendenz ist leicht steigend. Das Osterwochenende führt zu erhöhtem Reiseverkehr. Der Wochentageffekt für Samstage ist typischerweise preistreibend. Inzwischen sind 56 Prozent des Ölpreisrückgangs weitergegeben, weitere Entlastung verteilt sich auf die kommenden Tage. Zur Situation und den Bewertungsansätzen ist Folgendes festzuhalten: Der Prognosezeitraum fällt mitten in die Osterferien. Am Mittwoch und Donnerstag haben bereits 85 Prozent der deutschen Bevölkerung Schulferien, am Karfreitag sind es 87 Prozent. Der Karfreitag selbst ist bundesweiter Feiertag. Diese Konstellation führt typischerweise zu erhöhter Tanknachfrage durch Urlaubsreiseverkehr, was den Tankstellen Spielraum für höhere Preise gibt. Gleichzeitig sorgt der bevorstehende Feiertag am Donnerstag für einen leicht dämpfenden Vortag-Effekt. Die Rohüberschussanalyse zeigt ein wichtiges Signal: Die aktuelle Marge der Mineralölkonzerne liegt bei 38,1 Cent pro Liter und damit 3,0 Cent über dem Vier-Wochen-Durchschnitt von 35,1 Cent. Dieser Wert überschreitet auch das 80. Perzentil der Jahresverteilung von 37,9 Cent. Besonders auffällig ist die Situation beim Diesel mit einer Marge von 66,8 Cent, die satte 13,6 Cent über dem Vier-Wochen-Mittel liegt. Diese überdurchschnittlich hohen Margen deuten darauf hin, dass binnen der nächsten etwa 14 Tage eine Preiskorrektur nach unten wahrscheinlich ist, da solche Margenausreißer historisch betrachtet nicht dauerhaft gehalten werden können. Der Ölpreisrückgang von 7,7 Prozent binnen 24 Stunden ist ein außergewöhnliches Ereignis. Das Prognosemodell berücksichtigt dabei das empirisch nachgewiesene asymmetrische Weitergabeverhalten der Tankstellen: Während Preiserhöhungen am Rohölmarkt binnen etwa drei Tagen an der Zapfsäule ankommen, dauert es bei Preissenkungen im Schnitt knapp fünf Tage, bis sie vollständig durchgereicht werden. Die sogenannte t90-Marke, also der Zeitpunkt, an dem 90 Prozent der Senkung weitergegeben sind, liegt bei etwa 11 Tagen. Dieser Rockets-and-Feathers-Effekt ist ein bekanntes Phänomen der Kraftstoffmärkte. Das Berechnungsmodell hinter dieser Prognose vereint mehrere Komplexitätsebenen. Der Wochentag-Effekt basiert auf 13 Jahren historischer Preisdaten mit über 4400 Messpunkten, wobei jüngere Beobachtungen exponentiell stärker gewichtet werden. Die Kalendereffekte für Feiertage, Ferien und Brückentage werden bevölkerungsgewichtet über alle 16 Bundesländer aggregiert und auf zwei Jahre empirischer Daten gestützt. Die Ölpreis-Weitergabe folgt einem asymmetrischen Modell mit unterschiedlichen Zeitkonstanten für Anstiege und Senkungen. Zusätzlich fließen ein 7-Tage-Momentum für kurzfristige Dynamiken und ein 28-Tage-Makrotrend für mittelfristige Marktbewegungen ein. Die Rohüberschussanalyse vergleicht tagesaktuelle Nettomargen mit statistischen Verteilungen aus einem ganzen Jahr. Bei extremen Ölpreisbewegungen wie aktuell wird der Wochentag-Einfluss automatisch gedämpft, da in solchen Phasen die Trenddomination den normalen Wochenzyklus vorübergehend außer Kraft setzt.