Alle Benzinpreise in
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Aktuelle Dieselpreise und Benzinpreise von Tankstellen in ganz Deutschland.
Prognose & Analyse der Benzinpreisentwicklung
für den 23.04.2026
benzinpreis.de Prognose, ausgegeben am Donnerstag, dem 23.04. um 09:15 Uhr Die Spritpreise stehen vor einem Spannungsfeld zwischen einem kräftigen Ölpreisanstieg und einem fallenden Preistrend der vergangenen Wochen, sodass sich die Preise insgesamt stabil halten dürften. Donnerstag, 23. April 2026: Die Tendenz ist stabil. Der Rohölpreis ist innerhalb von 24 Stunden um 4,4 Prozent gestiegen, was normalerweise unmittelbar auf die Tankstellenpreise durchschlägt. Gleichzeitig wirkt der fallende 28-Tage-Trend dämpfend. Preisausschläge in beide Richtungen möglich. Freitag, 24. April 2026: Ebenfalls stabile Tendenz. Der Ölpreisschock wird weiter eingepreist, wobei bereits ein Großteil der Erhöhung im Preis enthalten sein dürfte. Der übergeordnete Abwärtstrend bleibt als Gegengewicht bestehen. Samstag, 25. April 2026: Stabile Preisentwicklung erwartet. Die Nachwirkungen des Ölpreisanstiegs klingen ab, während das fallende Momentum weiterhin leichten Druck nach unten ausübt. Sonntag, 26. April 2026: Anhaltend stabile Preise. Der Ölpreiseffekt ist weitgehend verarbeitet, der mittelfristige Abwärtstrend sorgt für eine leichte Entspannung. Im gesamten Prognosezeitraum sind keine Feiertage, Ferienzeiten oder Brückentage zu verzeichnen. Kalendereffekte spielen daher keine besondere Rolle. Zur Situation und den Bewertungsansätzen: Der Markt befindet sich aktuell in einer Phase erhöhter Volatilität. Die durchschnittliche Tagespreisspanne lag zuletzt bei rund 10,8 Cent pro Liter und damit über dem üblichen Niveau. Dies deutet auf eine Umbruchphase hin, in der Prognosen naturgemäß mit größerer Unsicherheit behaftet sind. Der Rohölpreis in Euro ist binnen 48 Stunden um knapp 5,7 Prozent gestiegen, ein außergewöhnlich starker Anstieg, der normalerweise sehr schnell an die Zapfsäulen weitergegeben wird. Dem steht ein seit vier Wochen fallender Preistrend von etwa 0,5 Cent pro Tag entgegen, der die Aufwärtsbewegung teilweise kompensiert. Besonders aufschlussreich ist die Rohüberschussanalyse: Diese berechnet die Gewinnmarge der Mineralölkonzerne, indem vom Netto-Verkaufspreis die Fixabgaben und die Rohölkosten abgezogen werden. Die aktuelle Marge bei Diesel liegt mit 59,6 Cent pro Liter unter dem 20. Perzentil der Jahresverteilung von 59,9 Cent. Bei Super und E10 bewegt sich die Marge im Normalbereich. Die niedrige Diesel-Marge signalisiert, dass die Konzerne hier unter Druck stehen und kurzfristig eine Preiserhöhung wahrscheinlich ist, um die Marge wieder auf ein übliches Niveau zu bringen. Das Berechnungsmodell hinter dieser Prognose ist vielschichtig aufgebaut. Es kombiniert einen exponentiell gewichteten 13-Jahres-Wochentags-Index, der jüngere Daten stärker berücksichtigt, mit einem asymmetrischen Ölpreismodell, das berücksichtigt, dass Preiserhöhungen schneller weitergegeben werden als Senkungen. Hinzu kommen Kalendereffekte aus zwei Jahren Datenhistorie, ein 7-Tage-Momentum und ein 28-Tage-Makrotrend. In Phasen extremer Ölpreisbewegungen wie aktuell wird der Wochentagseffekt automatisch gedämpft, da der Öltrend dann dominiert. Zusätzlich wird bei hoher Marktvolatilität die Gesamtprognose vorsichtiger skaliert. Die Rohüberschussanalyse liefert ein eigenständiges Signal zur Margenentwicklung, das unabhängig von den anderen Faktoren eingreift. Diese Kombination aus historischen Mustern, aktuellen Marktdaten und strukturellen Margensignalen ermöglicht eine differenzierte Einschätzung, bleibt aber naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet, insbesondere in volatilen Marktphasen wie der aktuellen.